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Einen Monat nach dem Tsunami beginnen die Menschen in der Katastrophenregion ihr Leben neu. Um sie herum: Die Spuren einer unfassbaren Katastrophe. Ein Zustandsbericht aus dem Süden Sri Lankas.
Der Kran ächzt. Dann schwingt das wuchtige Fischerboot in der Luft, hängt meterhoch an Stahltauen zwischen goldenem Strand und blauem Himmel. Die Tsunami-Wellen warfen am 26. Dezember die schweren Holzkähne wie Papierschiffchen an Land. Jetzt liegen sie verstreut über den ganzen Strand, versandet zwischen Palmen. Viele sind nur noch Wracks, weil sie von der Welle gegen herumliegende Felsen geschleudert wurden. Einige können vielleicht wieder flott gemacht werden. Überall an den Küsten Sri Lankas beginnen mächtige Kräne mit Aufräumarbeiten.Aufräumen zwischen Trümmern
An der Straße nach Süden, Richtung Galle, reihen sich links und rechts die Ruinen. Manchmal erinnern nur noch Steinhaufen an die Fischerkaten, die hier noch vor einem Monat standen. Die Ruinenkette ist endlos. Doch es gibt nicht nur Zerstörung zu sehen. Überall entlang der Küsten wird aufgeräumt und manchmal schon wieder aufgebaut.
Der Wille zum Leben
Bentota: Am Straßenrand brennen Feuer. Matratzen, zersplittertes Bauholz und zerbrochene Möbel. Die Menschen suchen sich aus den Schuttbergen, was für den Wiederaufbau brauchbar ist: Dachziegel, Steine, Wellblech. Nachbarn helfen Nachbarn, Freunde helfen Freunden und überall, wo Not am Mann ist, packen die Helfer vom Roten Kreuz an. Der Wille zum Leben ist ungebrochen. „Ich bin durch die Tsunami-Katastrophe zum Roten Kreuz gekommen. Jetzt helfe ich hier mit meinen Freunden beim Aufräumen der Trümmer“, sagt ein junger Rotkreuzhelfer. Ihm läuft der Schweiss in Strömen über das Gesicht. Die Helfer des Roten Kreuzes sieht man überall längs der betroffenen Küste arbeiten. Oft sind es sehr junge Menschen, die Erste Hilfe leisten, mit Salzwasser verunreinigte Brunnen reinigen, Hilfsgüter verteilen oder Trinkwasser transportieren. Viele neue Freiwillige haben nach der Katastrophe zum Roten Kreuz gefunden. Nicht weit entfernt brummt ein betagter Rotkreuzlaster und pumpt Trinkwasser in einen bauchigen schwarzen Plastiktank. Rund zwei Dutzend Dorfbewohner rücken mit Kanistern und Eimern an, um sich mit Wasser für den Tag zu versorgen. Sauberes Trinkwasser ist eine Grundvorraussetzung, damit es nach Katastrophen nicht zum Ausbruch von Krankheiten und Seuchen kommt.
Weiter Richtung Süden. Die Strasse ist hoffnungslos überfüllt. Längs der Straße sieht man die Überreste einer Bahntrasse. Die Flutwelle hat die Schienen verbogen wie Knetmasse. Irgendwo hängt verloren ein Stück Schiene an Palmenstämmen.
Überall Erinnerungen an die Katastrophe
Weiter Richtung Süden. Der Bahnhof von Tellwatte ragt aus den Trümmern der umliegenden Gebäude auf. Ein Teil der Außenwände ist zusammengebrochen. Eine Buddha-Statue thront verloren zwischen den Ruinen. Hinter dem Bahnhof steht ein Zug. Rostige Wagons reihen sich aneinander. Über 1.400 Menschen kamen in ihnen ums Leben, als die Welle die Waggons erfasste und mit sich riss. Kräne haben den Zug wieder auf die Gleise gesetzt. Die Toten sind geborgen. Vor dem Zug liegt eine kleine Puppe, die Beine sind ausgerissen. Die aufgemalten Augen blicken starr aus dem Schutthaufen in den Himmel.
Das Leben muss weitergehen
Fast 40.000 Menschen starben durch den Tsunami allein in Sri Lanka. Eine unfassbare Zahl. Ganze Landstriche sind verwüstet. Unzählige Tonnen an Hilfsgütern haben Rotkreuz/Rothalbmond-Flugzeuge und Schiffe seitdem zu denen gebracht, die die Katastrophe überlebt haben. ,,Die akute Notphase ist vorüber, der Aufbau kann beginnen”, sagt Axel Pawolek vom DRK. Doch das ganze Ausmaß der Katastrophe zu erfassen, das fällt auch nach einem Monat noch schwer. |
| Quelle Till Mayer DRK, der 26.01.2005 |
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| Chronik - Enstehung Frühwarnsysteme Historie Gefährdung interaktives Flashvideo |
| Quelle ZDF.de, der 01.01.2005 |
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Link Tipp - Wellen so hoch wie... Tony Denmark stellt Euch auf seiner Webseite schreckliche Satellitenbilder "Davor & Danach" zur Ansicht. Was so eine Flut anrichten kann ist wirklich unvorstellbar.20 Bilder zum Durchblättern - PREV & NEXT
Der Schalter "Before. Click To See After" zeigt Euch den Augenblick an dem alles zu spät war. |
| Quelle Tony Demark, der 14.09.2005 |
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Tsunami-Hilfe der sächsischen Stadt Großenhain Für ihre Tsunami-Hilfe ist die sächsische Stadt Großenhain mit der "Goldenen Henne 2005" geehrt worden. Ausgezeichnet wurden die Sachsen in der Kategorie "Charity" für die Gründung eines Trauma-Centers in Sri Lanka- gemeinsam mit dem Armenpriester Terrence Perera. Die Bürger aus der 2002 von der Elbeflut betroffenen Stadt spendeten dafür bisher bereits 73.000 Euro. Den Preis nahm Bürgermeister Burkhard Müller (CDU) entgegen.
22.08.2005 - Bau Großenhainer Tsunami-Hilfe-Spendenprojekt geht voran
Quelle: Grossenhain.de
2. Rate überwiesen – Hilfsprojekt muss landestypischen Problemen trotzen
Dank der Spendeneingänge der letzten Wochen konnte die Stadt Großenhain einen Spendeneingang von weiteren 33.000,00 Euro verzeichnen.
Nachdem im April 2005 bereits 40.000,00 Euro überwiesen wurden, konnte somit eine zweite Rate von 33.000,00 Euro überwiesen werden.
Der Bau des Betreuungs- und Beratungscenters geht voran, die Bedingungen, insbesondere die politischen in Sri Lanka, sind jedoch schwieriger geworden. Die Berichte des gebürtigen Sri Lankaners, Anton Fernando, welcher derzeit den Bau vor Ort mit organisiert, geben Anlass zur Sorge. Baumaterial ist sehr knapp, manchmal nur über Beziehungen zu beschaffen. Hinzu kommt, dass mittlerweile die 4 – 5 fachen Preise gezahlt werden müssen. Aber auch in anderen Bereichen treten Schwierigkeiten auf. Manchmal gibt es keinen Strom oder kein Benzin und die Menschen demonstrieren, um einen Regierungswechsel herbeizuführen.
Der Bischof von Sri Lanka und viele europäische Besucher sind fasziniert von der Breitenwirksamkeit des Großenhainer Projektes. Die Hilfe kommt nicht nur finanziell an, sondern auch die Menschen vor Ort geben materiell einfach alles für die Unterstützung der Tsunamiopfer und Hilfe der Bedürftigen. Denn ob Moslem, Buddhist, Hindu oder Katholik, es ist der Zusammenhalt der Menschen, der sie stark macht. Sie haben viel verloren, aber mit der Kraft des Glaubens und der Unterstützung von außen finden sie wieder einen Neubeginn.
offizielle Pressemitteilung der Stadt:
Goldene Henne für das Tsunami – Hilfsprojekt „S.P.C. Großenhain“ und Dank an alle die dieses Projekt unterstützen
Pater Terrence aus Negombo weilte zu Besuch in Großenhain
Seit März diesen Jahres entsteht in der Ortschaft Negombo im Westen der Insel Sri Lanka in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen katholischen St. Peter’s Kirche unter der Leitung von Pater Terrence ein Betreuungs- und Beratungszentrum für Tsunamiopfer.
Kürzlich war eine deutsche Journalistendelegation in Südostasien um die Hilfsprojekte der unterschiedlichsten deutschen Organisationen zu begutachten.
Beim Großenhainer Projekt konnten Sie sich zum einen von der ordnungsgemäßen Verwendung der Spendengelder überzeugen und zum anderen feststellen, dass dieses Projekt eine enorme Breitenwirksamkeit entwickelt hat. Dieses Projekt gibt den vielen Tausend Tsunami-Betroffenen der Region Negombo wieder Hoffnung. Das zeigt sich in der unentgeltlichen Mitarbeit der Einheimischen beim Bau des Betreuungszentrums.
Durch die große Spendenbereitschaft der Großenhainer Kinder, Schüler, Einwohner, Kirchen und Unternehmen konnte dieses Modellprojekt realisiert werden. Stellvertretend wurde Bürgermeister Burkhard Müller und Pater Terrence der begehrte Medienpreis „Goldene Henne“ Charity-Preis 2005 von MDR und Super Illu übergeben.
Dieser Preis ist durch den Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband mit 25.000 € datiert, die dem Projekt zugute kommen.
Pater Terrence, weilte anlässlich der Verleihung des Preises vom 19.09.2005-14.10.2005 in Großenhain. Zentrales Anliegen war, sich bei möglichst vielen Spendern persönlich zu bedanken. Zunächst besuchte er den katholischen Kindergarten auf der Herrmannstraße. Ein tolles Programm und eine gut gefüllte Spendenbüchse überraschten den Pater. Im Kindergarten Chladeniusstraße beeindruckten die Kinder den Gast aus Sri Lanka mit tollen Spielsachen und Liedern. Jedes Kind trennte sich von einem Spielzeug und möchte, dass damit ein Kind in Sri Lanka glücklich wird.
Sehr interessant war das Diskussionsforum mit Schülern im Werner-von-Siemens-Gymnasium. Hier wurde nicht nur zum Projekt mit Pater Terrence auf englisch diskutiert sondern allgemein zum Thema andere Kulturen und Hilfsbereitschaft für ärmere Länder.
In allen 3 Einrichtungen bedankte sich Pater Terrence sehr herzlich und sang stellvertretend für die Menschen in Sri Lanka das Tsunamilied.
In dem Betreuungs- und Beratungszentrum in Negombo sollen Jugendliche neben einer psychologischen Betreuung eine Berufsausbildung erhalten. Wichtige Erkenntnisse konnte Pater Terrence im BTZ der Handwerkskammer, im Beruflichen Schulzentrum in der Industriestraße und in der Behindertenwerkstatt der Diakonie gewinnen. Er verschaffte sich einen Einblick in die Arbeiten in den verschiedenen Abteilungen und Werkstätten und war erstaunt über die Betriebsausstattung, die Sauberkeit und das breite Spektrum der Ausbildung.
Alle Einrichtung boten ihm zusätzlich ihre Unterstützung an. So konnten die Werkstatt für Behinderte und das BTZ schon erste Einrichtungs- und Betriebsgegenstände zur Verfügung stellen.
Momentan wird durch die Stadtverwaltung Großenhain ein Container organisiert. In diesem sollen im Dezember die verschiedensten Einrichtungsgegenstände, Computer; Maschinen etc. für unser Projekt nach Negombo gebracht werden.
Unternehmer haben sich bereit erklärt, diese materielle Spendenhilfe zu unterstützen.
Kurz vor seinem Abflug gab es am 13.10.2005 gab es eine abschließende Pressekonferenz im Rathaus Großenhain. Tief bewegt von seinen Eindrücken und Erlebnissen in Großenhain bedankte sich Pater Terrence für die große Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit der Menschen in Deutschland. In vielen direkten Kontakten konnte er die Offenheit und Hilfsbereitschaft für globale Probleme spüren und weitere Unterstützung für das Projekt erfahren.
Zum Abschied übergab der Großenhainer Bürgermeister, Burkhard Müller, seinem Gast einen Weinstock für den Innenhof des neuen Betreuungszentrums und einen Scheck mit der 3. Rate in Höhe von 27.000 € für das Tsunami-Hilfsprojekt „S.P.C. Grossenhain“ und eine Fotodokumentation des Besuches. Die Stadt Großenhain hat damit insgesamt 100.000 € nach Negombo überwiesen. Pater Terrence betonte nochmals, das er garantiert, dass jeder Cent in den Bau des Betreuungs- und Beratungszentrum fließt.
Stellvertretend für die Werkstatt für Behinderte übergab Frau Herrlich 13 T-Shirts mit dem Projektlogo. Diese soll Pater Terrence den ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeitern der Projektgruppe in Sri Lanka übergeben. Hayn-TV übergab eine DVD, welche die Spendenaktion, den Besuch und alle öffentlichen Auftritte dokumentiert. Ilona Reichel, Lehrerin am Werner-von-Siemens-Gymnasium Großenhain, synchronisierte den Film ins englische.
Bürgermeister Müller berichtete, dass in den letzten Tagen viele Briefe von Gratulanten in der Stadtverwaltung eingingen. Es gab auch weitere Einzahlungen auf das Spendenkonto. So hat sich die Gemeinde Hartmannsdorf bei Mittweida von der schnellen und unbürokratischen Art und Weise der Umsetzung des Großenhainer Spendenprojektes überzeugt und entschieden, 5.000 € zu überweisen. Sie kündigten eine weitere Unterstützung für das nächste Jahr an.
Pater Terrence gab als Eröffnungstermin für das Betreuungs- und Beratungszentrum „S.P.C. Grossenhain“ den 17.02.2006 an. Er hofft, dass auch Vertreter aus Großenhain zu diesem feierlichen Anlaß nach Sri Lanka kommen werden und sich vor Ort die Umsetzung des Projektes und das entstandene Bauvorhaben anschauen.
Bildunterschrift: Die Goldene Henne kann übrigens jeder im Rathaus anschauen. (unter die vier Organisatoren)
Spendeninfos |
| Quelle MDR.de, der 21.09.2005 |
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Die GTZ arbeitet seit vielen Jahren im Auftrag des BMZ in den vom Tsunami am stärksten betroffenen Gebieten Sri Lankas. So konnte die GTZ von der ersten Stunde an helfen. Vom BMZ erhielt die GTZ bis September 2005 Aufträge von rund 43 Millionen Euro. Das Auswärtige Amt gab der GTZ einen Auftrag in Höhe von nahezu einer Million Euro.
Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange. Alle Tsunami-Aktivitäten der GTZ sind auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und werden in die laufenden Vorhaben der deutsch-sri lankischen Entwicklungszusammenarbeit integriert. Oberster Grundsatz des GTZ-Engagements im vom Bürgerkrieg geplagten Sri Lanka ist das sogenannte „Do no harm-Prinzip“, ein konfliktsensibles Vorgehen, das alle Interessenslagen bestmöglich berücksichtigt. "Die GTZ macht hier einen sehr guten Job beim Wiederaufbau." (Sri Lankas Außenminister Lakshman Kadirgamar im Interview mit dem Handelsblatt vom 24. 3. 2005)
- Von der Nothilfe zum Wiederaufbau
Trinkwasseraufbereitung, Hilfen für Kleinst- und Kleinunternehmer, Förderung des Fischereigewerbes, Wiederaufbau der Bildungs- und Berufsbildungs-Infrastuktur: Vielfältig ist das Engagement der GTZ, um den Menschen nach der Katastrophe zu helfen. de-Sri-Lanka-Wiederaufbau.pdf, 0,08 MB (deutsch)
- GTZ unterstützt Friedenserziehung und psychosoziale Betreuung
Seit 2001 engagiert sich die GTZ im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) gemeinsam mit dem srilankanische Bildungsministerium im Grundbildungsprogramm Sri Lanka. Wie erfolgreich es war, zeigte sich unmittelbar nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe.
de-Sri-Lanka-Friedenserziehung.pdf, 0,02 MB (deutsch)
- Praxisbeispiel Batticaloa
Neun Monate nach der Tsunami-Katastrophe ist die Nothilfephase beendet. Im Batticaloa-District, an der Ostküste Sri Lankas ist der Wiederaufbau in vollem Gange. Ein Beispiel
de-Sri-Lanka-Wiederaufbau-Batticaloa.pdf, 0,02 MB
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| Quelle GTZ, der 28.09.2005 |
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Bombenattentate und politische Morde haben seit November fast 100 Tote gefordert - WORLD VISION Deutschland besorgt um Hilfsprojekte im Osten des Landes
FRIEDRICHSDORF, 12. Januar 2006. Der Wiederaufbau in einige Tsunami-Gebieten Sri Lankas wird durch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen beeinträchtigt. Sprengstoffanschläge, Schießereien und Feuerüberfälle haben seit den Parlamentswahlen im November fast 100 Menschen das Leben gekostet. Jüngster Vorfall war ein Selbstmordanschlag auf ein Marineschiff an der Ostküste. Dabei wurde das Schiff versenkt, 13 Soldaten und die Attentäter starben.„Wir sind besorgt, dass diese neue Gewaltwelle weiter eskaliert“, sagt Jürgen Pothmann, Pressereferent von WORLD VISION. „Wir hoffen, dass beide Parteien dem Friedensprozess noch eine Chance geben, so dass wir unsere Arbeit für die vom Tsunami betroffenen Menschen in vollem Umfang fortsetzen können.“
WORLD VISION hatte unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 humanitäre Nothilfe geleistet, betroffene Familien mit Nahrung, Kleidung, Notunterkünften etc. versorgt. Seit dem Sommer konzentriert sich WORLD VISION Deutschland auf den Wiederaufbau im Nordosten Sri Lankas. Dort werden unter anderem 47 Schulen saniert und Wassersysteme zur Verbesserung der Hygiene installiert. Darüber hinaus plant WORLD VISION Deutschland an der Ostküste langfristige Hilfe über mehrere Jahre.
„Es wäre eine Katastrophe für das Land und seine Menschen, wenn die Entwicklungsprojekte durch den politischen Konflikt zwischen Regierung und tamilischen Rebellen gestoppt würden“, sagt Pothmann. WORLD VISION Deutschland habe sich nach der Tsunami-Katastrophe ganz bewusst für die Hilfe im extrem bedürftigen Nordosten Sri Lankas entschieden. Diese Region ist vom jahrelangen Bürgerkrieg gezeichnet und noch dazu hat die Flutwelle Häuser und Straßen zerstört. „Von Anfang an war klar, dass wir den politischen Konflikt im Land sehr sensibel behandeln mussten und alle Parteien in die Pläne mit einbinden mussten. WORLD VISION hat dazu eine sogenannte „Do-no-harm-Analyse“ durchgeführt, um Konfliktpotentiale zu erkennen und die Friedensbemühungen unterstützen zu können. „Dass es nach der Wahl des neuen Präsidenten, Mahinda Rajapakse, seit November zu neuen Unruhen kommt, erschwert die Arbeit sehr“, sagt Pothmann.
Die einheimischen WORLD VISION-Helfer versuchen flexibel auf Ausgangssperren, Generalstreiks und Unruhen zu reagieren und ihre Arbeit so gut wie möglich weiter zu führen. Dabei stehen sie in ständigem Kontakt zu entwicklungspolitischen Partnern, so auch zur deutschen Botschaft, um Möglichkeiten zu finden, die Arbeit in den Projektgebieten fortsetzen zu können. „Im Moment müssen wir abwarten, wie sich die Situation entwickelt“, sagt Pothmann. „Wir hoffen, dass Regierung und Rebellenführung an den Verhandlungstisch zurückkehren.“
KONTAKT
Für Fragen, Interviews, Updates und weitere Projektinformationen aus dem Tsunami-Gebiet wenden Sie sich bitte an die Pressestelle: 06172-763-151. |
| Quelle worldvision.de, der 13.01.2006 |
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Sie hat eine Kindertheater-Gruppe in Sri Lanka besucht und ist dort sogar auf einem Elefanten geritten, berichten verschiedene Medien Nach neun Monaten Brustkrebsbehandlung bekam sie im Januar das «Alles ok» ihrer Ärzte. Jetzt muss Kylie Minogue sich noch zwei Jahre lang monatlich Anti-Östrogen spritzen lassen, doch ihrem Tatendrang tut dies keinen Abbruch. Als erste bekamen das laut dem schweizer "blick" die Kinder der Theatergruppe «Children of the Sea» zu spüren. Die 27 kleinen Schauspieler, die mehrheitlich Tsunami-Waisen sind, staunten Elefanten, als sie plötzlich den Superstar vor sich sahen. Kylie, die Sponsorin und «Gotte» des Projekts des englischen Regisseurs Toby Gough ist, hatte auf ihrem Heimflug von Australien nach Paris (wo Kylie mit ihrem Freund Olivier Martinez lebt) extra einen kleinen Abstecher nach Sri Lanka gemacht. «Ich war so glücklich, endlich die Kinder zu treffen und die Resultate von Tobys Vision und Energie zu sehen», erzählt die 37-Jährige der britischen Zeitung «The Sun». «Ihr Triumph über das Unglück ist inspirierend», so Miss Minogue.
Regisseur Gough war überwältigt vom spontanen Besuch: «Ich habe Kylie oft eingeladen, uns in Sri Lanka zu besuchen. Aber als sie dann endlich vor uns stand, waren die Kinder total aus dem Häuschen. Es war eine riesige Überraschung.» Das Highlight des VIP-Besuchs war für den Theater-Boss, als Kylie mit der ganzen Truppe im Tour-Bus mitfuhr und dabei lachte und sang.
Nach einem kurzen Ritt zusammen mit vier Kindern auf einem Elefanten musste sich die Australierin dann aber wieder schweren Herzens von «ihren» Kids trennen. «Mein Besuch war einfach viel zu kurz. Alle waren so nett. Ich hoffe, dass ich bald wieder hierher zurückkomme», sagte Kylie zum Abschied.
Ob der Pop-Floh bald wieder Zeit für einen Trip nach Sri Lanka finden wird, ist fraglich. Schliesslich plant sie gerade ihre Tour und will nebenbei noch ein Kinderbuch schreiben. |
| Quelle tamilpress.de, der 14.03.2006 |
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Der Landkreis unterstützt das Projekt Kalmunai mit 15 000 Euro. Das hat der Verwaltungs-, Schul- und Kulturausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das Geld dafür stammt aus Mitteln für die Kreispartnerschaften im Jahr 2005, die nicht verbraucht wurden.Im Ausschuss erstattete Eike Hornbostel, Assistent der Geschäftsleitung von Kinderberg International, einen Bericht zur Lage. Rund 14 Monate sind seit der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien vergangen. An Normalität ist in den betroffenen Gebieten rund um Kalmunai in Sri Lanka nicht zu denken. Noch immer leben die Menschen auf engstem Raum in Übergangscamps, was sich in nächster Zeit nicht ändern wird. Die Städte und Gemeinden und der Rems-Murr-Kreis selbst haben eine Kooperation mit der Hilfsorganisation Kinderberg International vereinbart, um gemeinsam in Sri Lanka ein nachhaltiges Hilfeprojekt zu organisieren.
In Kalmunai, im Nordosten des Landes, soll ein Therapie- und Bildungszentrum geschaffen werden. Es soll der Bevölkerung psychosoziale und medizinische Betreuung anbieten und im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung, berufsqualifizierender Maßnahmen und der politischen Bildung aktiv sein. Wesentliches Ziel der Aktivitäten in Kalmunai ist es, durch nachhaltige Strategien Eigeninitiative und Hilfe zur Selbsthilfe in der Bevölkerung zu stärken.
Noch schlimmer als das Lagerleben sind für die Betroffenen die schrecklichen Erinnerungen, mit welchen sich die Menschen tagtäglich konfrontiert sehen. Viele von ihnen sind traumatisiert und rechnen damit, dass sie eine solch völlig unvorhersehbare Katastrophe jederzeit wieder treffen könnte. Deshalb vermeiden sie es beispielsweise, tagsüber aus ihren Quartieren zu kommen und sofern sie ihr Haus in Küstennähe nicht verloren haben, übernachten die Menschen teilweise bei befreundeten Familien im Landesinneren aus Angst, eine weitere Flutwelle könnte sie im Schlaf überraschen. Viele der Einheimischen haben eine regelrechte Wasserphobie entwickelt sei es nun gegenüber dem Meer oder den Wassermassen, die bedingt durch den Monsun vom Himmel stürzen.
Lebensmut zu vermitteln,
fällt den Helfern schwer
Bei all diesem Leid, welches die Menschen verkraften müssen, haben sich Drogenprobleme in den Camps entwickelt. Entsprechend schwer fällt es natürlich in dieser Situation den Helfern vor Ort, der betroffenen Bevölkerung neuen Lebensmut und Optimismus zu vermitteln. Die inzwischen in Sri Lanka auch offiziell registrierte Hilfsorganisation Kinderberg setzt den Schwerpunkt ihrer Arbeit deshalb derzeit auf therapeutische Maßnahmen. Aktuell arbeiten 15 sowohl westliche als auch einheimische Kinderberg-Mitarbeiter im angemieteten Projekthaus. Hier werden psychosoziale Therapien sowie Einkommen fördernde Maßnahmen angeboten. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit vor Ort legt Kinderberg auf die Jugend- und Erwachsenenbildung.
Da an schulische Bildung in den Camps selbst nicht zu denken ist, bietet Kinderberg in seinem Projekthaus entsprechende Hilfen: Es werden Hausaufgabenbetreuung und Englischkurse angeboten.
Inzwischen konnte Kinderberg auch einen weiteren Erfolg verzeichnen: Auf dem Gelände des ehemaligen Schulgebäudes Shams College wird voraussichtlich das Bildungszentrum von Kinderberg entstehen. In dem Bildungszentrum können dann staatlich anerkannte Prüfungen für Berufe im gewerblichen handwerklichen Bereich abgelegt werden. Das Technische Hilfswerk konnte für die Bauarbeiten gewonnen werden. Der Rennfahrer Michael Schumacher hat angekündigt, das Projekt mit 380 000 Euro zu unterstützen.
Spendenstand bei
195 000 Euro
Die Infrastruktur ist noch katastrophaler als schon zuvor. Die vor Ort bereits geleisteten Hilfen waren nur durch die Spendengelder möglich, welche bereits auf dem gemeinsamen Konto von Kinderberg und dem Rems-MurrKreis eingegangen sind. Der aktuelle Spendenstand beträgt rund 195 000 Euro. Etliche Städte und Gemeinden, Vereine und Gruppen sowie Firmen und Privatpersonen haben bereits einen Beitrag geleistet. Für die Finanzierung des zunächst auf drei Jahre angelegten Projekts, das mittelfristig in die dortige kommunale Trägerschaft überführt werden soll, hat die Landesstiftung Baden-Württemberg 500 000 Euro in Aussicht gestellt. Dazu müssen allerdings 250 000 Euro Spendengelder zur Finanzierung beigetragen werden. Damit fehlen zurzeit noch etwa 40 000 Euro.
Spendeninfo |
| Quelle tamilpress.com, der 08.03.2006 |
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