230 Projektpartnerschaften sind angelaufen Sorgfalt gehe vor Schnelligkeit, mahnte am Dienstag (05.07.05) Christina Rau, die Sonderbeauftragte für die Partnerschaften zur Fluthilfe. Damit reagierte sie auf Kritik an dem Wiederaufbau in Südasien.

Der Kritik, Aufbau und Hilfsprojekte gingen nur schleppend voran, hielt Rau in Bonn entgegen: Geduld und Genauigkeit seien gefragt, Entwicklungspolitik brauche einen langen Atem. Die Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten, die von Bundeskanzler Gerhard Schröder in ihre Funktion als Sonderbeauftragte eingesetzt worden war, zog eine positive Bilanz der Partnerschaftsinitiative. Demnach sind mittlerweile 230 Projekte in den Unglücksregionen angelaufen. 394 einzelne Hilfsangebote von deutschen Städten, Gemeinden, Firmen und Institutionen wurden darin gebündelt. Die Koordination der Partnerschaften läuft über eine Servicestelle in Bonn. Hier hatten sich jetzt Vertreter von 40 Kommunen und Hilfsorganisationen zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Quelle  wdr.de, der 15.07.2005
 
Vor exakt einem halben Jahr - am 26. Dezember 2004 - überflutete der Tsunami Küsten und Inseln Südostasiens und tötete nach jüngsten Schätzungen über 300 000 Menschen. Die bis zu 31 Meter hohe Todeswelle löste in den ersten Wochen weltweit eine beispiellose Hilfsbereitschaft aus. Die Stadt Nürnberg will das weitgehend zerstörte Dorf Kalkudah auf Sri Lanka langfristig unterstützen und hat schon 170 000 EUR Spenden gesammelt.

Die Klage von der Schnelllebigkeit unserer Zeit trifft leider auch bei der entsetzlichen Katastrophe zu: "Das Thema Tsunami ist im allgemeinen Bewusstsein leider durch.", bedauert Norbert Schürgers, Leiter des Nürnberger Amts für internationale Beziehungen (IB), "es ist schwer, jetzt noch die breite Bevölkerung zu erreichen."

Der tiefe Eindruck der ersten Tage von der grauenvollen Ungeheuerlichkeit des Unglücks ist verblasst. Ein groß angelegter Nürnberger Aktionstag Anfang Juni lockte nur mehr 100 Interessierte ins Künstlerhaus. Der Erlös betrug 2000 Euro - ein sehr mageres Ergebnis angesichts der aufwändigen Vorbereitungen.
Trotzdem: Die Stadt Nürnberg steht - wie viele andere deutsche Gemeinden - im Wort. Schließlich hatte Oberbürgermeister Ulrich Maly bei den Bürgern um langfristige Hilfe geworben. Das Spenden-Füllhorn solle nicht einmalig ausgegossen werden, vielmehr wolle man den Wiederaufbau Kalkudahs über Jahre hinweg begleiten, so der Tenor.
Eine Nürnberger Delegation sondierte bei einem ersten Besuch die momentane Situation in der Küstenregion Sri Lankas. Das Geld darf schließlich nicht in irgendwelchen dunklen Korruptionskanälen verswickern, ganz konkrete Projekte der Christoffel-Blindenmission werden unterstützt.

Die Organisation stimmt ihre Vorhaben nicht nur mit den Behörden, sondern vor allem auch mit den betroffenen Familie ab. Schließlich müssen diese Menschen, denen der Tsunami fast alles genommen hat, in den neuen Behausungen leben. Von 3000 Frauen, Männern und Kindern aus Kalkudah sind 500 in der Riesenwoge gestorben.
Neben Geldern für stabile Behelfsunterkünfte, stabile Häuser mit Betonfundament und Steinwänden stellte die Stadt Nürnberg finanzielle Mittel für die Anschaffung eines Wassertankwagens und eines Fahrzeugs zur Abwasserreinigung zur Verfügung.
Viele Betroffene sind durch den Verlust ihrer Angehörigen traumatiseirt. Manche wollen teiweise immer noch nicht wahrhaben, dass sie einen geliebten Menschen tatsächlich verloren haben.
So berichtet eine humanitäre Helferin aus einem Flüchtlingscamp Sri Lankas von einer Frau, deren Mann in den Fluten ertrunken ist. Die Witwe weigert sich bis heute, den roten Punkt - das Symbol für die Ehe - von ihrer Stirn zu waschen.

Quelle  Nürnberger Zeitung/ H. Voigt, der 25.06.2005
 
Ein Seebeben löst einen Tsunami aus Elf Länder betroffen, einige Küsten werden drei Mal von riesigen bis zu 31 Meter hohen Wellen überflutet. Nach Angaben der Regierung wurden auf Sri Lanka ca. 39.000 Menschen getötet. Die Bevölkerung jedoch geht von fast 100.000 Toten aus, sehr viele sind nach über 6 Monaten noch immer vermisst.

Nach Angaben des BKA sind voraussichtlich 550 deutsche Bundesbürger bei dieser Naturkatastrophe, in den beliebten Urlaubsländern, ums Leben gekommen. Der Wiederaufbau in Südasien wird mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen. Dafür sind nach UN-Angaben rund zehn Milliarden Dollar (8,2 Milliarden Euro) nötig.

Die Initiatoren - Dresden, der 26.12.2004
 
Sri Lanka ist schwer betroffen von dem Tsunami und der zerstörerischen Gewalt der Flutwelle. Wie wird hier geholfen und was kann noch getan werden???

Leider wird in der deutschen Presse davor gewarnt, Privatpersonen oder kleinen Organisationen Spenden zu schicken, da sie nicht kompetent seien. Ich sehe hier in Hikkaduwa wieviele Privatinitiativen. Sie & der Verein Ayubowan Sri Lanka bewirken, einfache Dinge - Versorgung mit Essen und Lebensmitteln, Verteilung von Schlafmatten, Kerzen, Kochtöpfen... Was ist für die Zukunft wichtig und was kann getan werden?

Ganz einfach:
Sri Lanka nicht vergessen als Reiseziel, das Land braucht dringend die Einnahmen aus dem Tourismus. Es wäre schlimm, wenn die Bevölkerung nicht nur durch den Tsunami geschädigt wäre, sondern anschließend auch kein weiteres Einkommen mehr hat - dann wäre man doppelt getroffen. Man kann bereits in wenigen Tagen wieder nach Sri Lanka reisen, die größten Schäden sind bereits jetzt beseitigt und vor allem das Inland mit seinen kulturellen Schätzen ist in keinster Weise betroffen!!

Restaurants, Hotels und Guesthäuser sind wieder geöffnet, natürlich sieht man noch einiges von der zerstörerischen Gewalt des Tsunamis, aber man kann bereits wieder zum Urlaub nach Sri Lanka kommen. Also vergeßt uns nicht - Sri Lanka benötigt dringend Einnahmen durch den Tourismus für den Wiederaufbau. Kommt so bald wie möglich - das wäre die größte Hilfe für die Bevölkerung, denn was hier an internationaler Hilfe ankommt..........

Quelle  - lohnend vorbeizuschauen - W.Kaeferstein, der 01.06.2005
 
Grundsteinlegung für TUI-Dorf in Sri Lanka Der Reisekonzern TUI stellt Plan bis zu einer Million Euro für den Wiederaufbau eines Dorfes an der Südküste Sri Lankas zur Verfügung. Die Pläne sind fertig. Jetzt kann der Bau beginnen.

Am 15. März wird im Beisein hochrangiger Politiker Sri Lankas der Grundstein für das neue, kinderfreundliche Dorf gelegt. Es ist damit das erste Dorf in Sri Lanka, das mit den Bauarbeiten beginnen kann. Die Häuser, die Plan gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern entworfen hat, haben drei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche mit rauchreduziertem Ofen, eine Toilette und eine Zisterne. Insgesamt sollen 400 Häusern für insgesamt 2.000 Bewohner auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern entstehen. Das Gelände ist bereits planiert und von Gestrüpp befreit. Der fruchtbare Boden und die üppige subtropische Vegetation werden den zukünftigen Bewohnern gute Möglichkeiten zum Anbau von Obst und Gemüse bieten. Es besteht ein unmittelbarer Zugang zum Wasser, außerdem liegt der Ort liegt direkt an der Hauptverkehrsstraße.

Der Baubeginn für viele andere Projekte in der Region verzögert sich unter anderem deshalb, weil die Regierung in Colombo für neue Häuser eine Pufferzone von 100 Metern vom Strand entfernt vorschreibt. Die Strandhotels setzen sich darüber hinweg und bauen ihre Hotels mit eigenen Mitteln an der gleichen Stelle wieder auf. Die zahlreichen armen Fischer dagegen sind auf Unterstützung angewiesen und wehren sich gegen die Umsiedlung, da sie auf die direkte Nähe zum Meer angewiesen sind. Sie haben sonst zum Beispiel kaum eine Möglichkeit, ihre Boote und Netze zu bewachen.

Quelle  Plan int. e.V., der 17.03.2005
 
Plan International: Kinder stehen im Mittelpunkt der Arbeit Das internationale Kinderhilfswerk Plan zieht ein halbes Jahr nach dem Tsunami in Südasien eine Bilanz der Hilfe in Indonesien, Sri Lanka und Indien. „Plan hat effektive Soforthilfe geleistet, doch der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem Wiederaufbau:

Wir wollen für die Menschen langfristig Einkommens- und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Dabei stehen die Rechte, die Bildung und die Gesundheit der Kinder im Mittelpunkt unserer Arbeit“, sagt Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan Deutschland.

Doch es gibt noch zahlreiche Herausforderungen und Hindernisse, zum Beispiel bei der Suche nach Bauland für neue Häuser. „Sowohl Regierungsstellen als auch Nichtregierungsorganisationen müssen Sorge dafür tragen, dass der Wiederaufbau nicht durch schlechte Koordination, Bürokratie und politische Entscheidungen gefährdet wird“, sagt Terence McCaughan von Plan International, der den Wiederaubau in Südasien koordiniert. Trotz mancher Hürden hat Plan bereits sehr viel erreicht. Beispiele für Plans Hilfe in Sri Lanka, Indonesien und Indien:

Drei Dörfer in Sri Lanka
In Hambantota, Sri Lanka, ist demnächst Baubeginn für die ersten von 400 Häusern in drei Dörfern. Weitere 200 Häuser entstehen im Umkreis. Die zukünftigen Bewohner haben ihre Anregungen und Wünsche bei der Planung der Häuser eingebracht. So wird es jetzt zum Beispiel auf Wunsch vieler Mädchen getrennte Schlafzimmer für Mädchen und Jungen ge-ben. Die Häuser haben im Durchschnitt eine Größe von 55 Quadratmetern. Die Nachfrage nach Bauleuten ist derzeit groß. Plan hat deshalb 1.000 Werkzeugkisten an Zimmermänner und Maurer verteilt, die durch den Tsunami ihr Werkzeug verloren haben. Frauen erhalten Kleinstkredite, damit sie sich ein kleines Gewerbe aufbauen und so zum Familieneinkommen beitragen können.

Plan hat 24.800 Lernsets und Schuluniformen verteilt. Seit Mitte Januar gehen die meisten Kinder in Sri Lanka wieder zur Schule. Doch noch immer sind einige Schulen überbelegt, weil viele Schulen zerstört wurden. Plan baut beziehungsweise repariert daher 14 Schulgebäude. Für die psychologische Betreuung der Kinder hat Plan Schulungen für Schulpsychologen finanziert und 150.000 Bücher zum Thema Traumabewältigung an Lehrer verteilt.

Hilfe für Kinder in Indonesien
In Aceh, Indonesien, hat Plan in 24 Aufnahmelagern provisorische Grundschulen und Kindergärten eingerichtet. Für 2.600 Kinder hat das Kinderhilfswerk Schulzelte und Lernmaterialien bereitgestellt. 160.000 Kinder und Schwangere erhielten Vitamin A, Zink und Zusatznahrung zur Stärkung der Abwehrkräfte und um Mangelernährung vorzubeugen. Plan hat außerdem 109 Gesundheitshelfer geschult und 50 Hebammen mit Ausrüstung ausgestattet. Gleichzeitig unterstützt Plan in Aceh die Trinkwasserversorgung von mehr als 60.000 Menschen.
In 17 Camps bietet Plan Schulunterricht und Freizeitaktivitäten für Kinder an, um ihnen einen geregelten Tagesablauf und damit Sicherheit und Orientierung zu bieten. Die Weltgesund-heitsorganisation (WHO) schätzt, dass ein Drittel der Kinder in Aceh schwere Traumata erlitten haben. Bis zu 20 Prozent der Erwachsenen sind ebenfalls leicht oder mittelschwer traumatisiert. Zusammen mit der „Indonesian Psychological Association“ hat Plan psychosoziale Betreuung für die Kinder in 23 Auffanglagern organisiert und 40 Lehrer und Gesundheitshelfer psychologisch geschult.

Kinderbetreuung in Indien
Der Schwerpunkt von Plans Arbeit in Indien ist der Bau und die Unterhaltung von 67 Kindergärten in den Distrikten Nagapattinam und Cuddalore. Dafür hat Plan auch Erzieherinnen geschult. 3.500 Kinder werden dort betreut. Da viele Menschen ihre Häuser und ihre Arbeit verloren haben, ist es für die Kinder wichtig, im Kindergarten unbeschwert spielen zu kön-nen. Das erleichtert die Rückkehr in einen normalen Alltag. Außerdem hat Plan Lernmaterialien an 1.000 Kinder verteilt. Das Kinderhilfswerk baute 1.120 provisorische Hütten. Plan unterstützte die Trinkwasserversorgung und verteilte Lebensmittel, Medizin und Hygienesets an 3.600 Familien in den Auffanglagern.

In den vergangenen sechs Monaten hat Plan erfolgreiche Wiederaufbauarbeit geleistet. Doch das war erst der Anfang: Um nachhaltige Hilfe leisten zu können, hat Plan das Wie-deraufbauprogramm auf drei Jahre angelegt. Vor allem in den Bereichen Bildung, Einkommenssicherung und Gesundheit ist es wichtig, Strukturen zu schaffen, die den Menschen ermöglichen, sich langfristig wieder eine Existenz aufzubauen.

Quelle  Plan Int. e.V., der 22.06.2005
 
Anbei eine Grafische Auswertung der größten Spender weltweit. Auf Platz 2 liegt nach den USA (2.34 Milliarden Dollar) Deutschland mit einer gesamt Spendensumme von 1.25 Milliarden Dollar. Gefolgt von Großbritanien mit 1.13 Milliarden Dollar

Quelle  Reuters Foundation AlertNet, der 23.06.2005
 
Einen Monat nach dem Tsunami beginnen die Menschen in der Katastrophenregion ihr Leben neu. Um sie herum: Die Spuren einer unfassbaren Katastrophe. Ein Zustandsbericht aus dem Süden Sri Lankas.

Der Kran ächzt. Dann schwingt das wuchtige Fischerboot in der Luft, hängt meterhoch an Stahltauen zwischen goldenem Strand und blauem Himmel. Die Tsunami-Wellen warfen am 26. Dezember die schweren Holzkähne wie Papierschiffchen an Land. Jetzt liegen sie verstreut über den ganzen Strand, versandet zwischen Palmen. Viele sind nur noch Wracks, weil sie von der Welle gegen herumliegende Felsen geschleudert wurden. Einige können vielleicht wieder flott gemacht werden. Überall an den Küsten Sri Lankas beginnen mächtige Kräne mit Aufräumarbeiten.

Aufräumen zwischen Trümmern
An der Straße nach Süden, Richtung Galle, reihen sich links und rechts die Ruinen. Manchmal erinnern nur noch Steinhaufen an die Fischerkaten, die hier noch vor einem Monat standen. Die Ruinenkette ist endlos. Doch es gibt nicht nur Zerstörung zu sehen. Überall entlang der Küsten wird aufgeräumt und manchmal schon wieder aufgebaut.

Der Wille zum Leben
Bentota: Am Straßenrand brennen Feuer. Matratzen, zersplittertes Bauholz und zerbrochene Möbel. Die Menschen suchen sich aus den Schuttbergen, was für den Wiederaufbau brauchbar ist: Dachziegel, Steine, Wellblech. Nachbarn helfen Nachbarn, Freunde helfen Freunden und überall, wo Not am Mann ist, packen die Helfer vom Roten Kreuz an. Der Wille zum Leben ist ungebrochen. „Ich bin durch die Tsunami-Katastrophe zum Roten Kreuz gekommen. Jetzt helfe ich hier mit meinen Freunden beim Aufräumen der Trümmer“, sagt ein junger Rotkreuzhelfer. Ihm läuft der Schweiss in Strömen über das Gesicht. Die Helfer des Roten Kreuzes sieht man überall längs der betroffenen Küste arbeiten. Oft sind es sehr junge Menschen, die Erste Hilfe leisten, mit Salzwasser verunreinigte Brunnen reinigen, Hilfsgüter verteilen oder Trinkwasser transportieren. Viele neue Freiwillige haben nach der Katastrophe zum Roten Kreuz gefunden. Nicht weit entfernt brummt ein betagter Rotkreuzlaster und pumpt Trinkwasser in einen bauchigen schwarzen Plastiktank. Rund zwei Dutzend Dorfbewohner rücken mit Kanistern und Eimern an, um sich mit Wasser für den Tag zu versorgen. Sauberes Trinkwasser ist eine Grundvorraussetzung, damit es nach Katastrophen nicht zum Ausbruch von Krankheiten und Seuchen kommt.
Weiter Richtung Süden. Die Strasse ist hoffnungslos überfüllt. Längs der Straße sieht man die Überreste einer Bahntrasse. Die Flutwelle hat die Schienen verbogen wie Knetmasse. Irgendwo hängt verloren ein Stück Schiene an Palmenstämmen.

Überall Erinnerungen an die Katastrophe
Weiter Richtung Süden. Der Bahnhof von Tellwatte ragt aus den Trümmern der umliegenden Gebäude auf. Ein Teil der Außenwände ist zusammengebrochen. Eine Buddha-Statue thront verloren zwischen den Ruinen. Hinter dem Bahnhof steht ein Zug. Rostige Wagons reihen sich aneinander. Über 1.400 Menschen kamen in ihnen ums Leben, als die Welle die Waggons erfasste und mit sich riss. Kräne haben den Zug wieder auf die Gleise gesetzt. Die Toten sind geborgen. Vor dem Zug liegt eine kleine Puppe, die Beine sind ausgerissen. Die aufgemalten Augen blicken starr aus dem Schutthaufen in den Himmel.

Das Leben muss weitergehen
Fast 40.000 Menschen starben durch den Tsunami allein in Sri Lanka. Eine unfassbare Zahl. Ganze Landstriche sind verwüstet. Unzählige Tonnen an Hilfsgütern haben Rotkreuz/Rothalbmond-Flugzeuge und Schiffe seitdem zu denen gebracht, die die Katastrophe überlebt haben. ,,Die akute Notphase ist vorüber, der Aufbau kann beginnen”, sagt Axel Pawolek vom DRK. Doch das ganze Ausmaß der Katastrophe zu erfassen, das fällt auch nach einem Monat noch schwer.

Quelle  Till Mayer DRK, der 26.01.2005
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