Grundsteinlegung für TUI-Dorf in Sri Lanka Der Reisekonzern TUI stellt Plan bis zu einer Million Euro für den Wiederaufbau eines Dorfes an der Südküste Sri Lankas zur Verfügung. Die Pläne sind fertig. Jetzt kann der Bau beginnen.

Am 15. März wird im Beisein hochrangiger Politiker Sri Lankas der Grundstein für das neue, kinderfreundliche Dorf gelegt. Es ist damit das erste Dorf in Sri Lanka, das mit den Bauarbeiten beginnen kann. Die Häuser, die Plan gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern entworfen hat, haben drei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche mit rauchreduziertem Ofen, eine Toilette und eine Zisterne. Insgesamt sollen 400 Häusern für insgesamt 2.000 Bewohner auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern entstehen. Das Gelände ist bereits planiert und von Gestrüpp befreit. Der fruchtbare Boden und die üppige subtropische Vegetation werden den zukünftigen Bewohnern gute Möglichkeiten zum Anbau von Obst und Gemüse bieten. Es besteht ein unmittelbarer Zugang zum Wasser, außerdem liegt der Ort liegt direkt an der Hauptverkehrsstraße.

Der Baubeginn für viele andere Projekte in der Region verzögert sich unter anderem deshalb, weil die Regierung in Colombo für neue Häuser eine Pufferzone von 100 Metern vom Strand entfernt vorschreibt. Die Strandhotels setzen sich darüber hinweg und bauen ihre Hotels mit eigenen Mitteln an der gleichen Stelle wieder auf. Die zahlreichen armen Fischer dagegen sind auf Unterstützung angewiesen und wehren sich gegen die Umsiedlung, da sie auf die direkte Nähe zum Meer angewiesen sind. Sie haben sonst zum Beispiel kaum eine Möglichkeit, ihre Boote und Netze zu bewachen.

Quelle  Plan int. e.V., der 17.03.2005
 
Plan International: Kinder stehen im Mittelpunkt der Arbeit Das internationale Kinderhilfswerk Plan zieht ein halbes Jahr nach dem Tsunami in Südasien eine Bilanz der Hilfe in Indonesien, Sri Lanka und Indien. „Plan hat effektive Soforthilfe geleistet, doch der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem Wiederaufbau:

Wir wollen für die Menschen langfristig Einkommens- und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Dabei stehen die Rechte, die Bildung und die Gesundheit der Kinder im Mittelpunkt unserer Arbeit“, sagt Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan Deutschland.

Doch es gibt noch zahlreiche Herausforderungen und Hindernisse, zum Beispiel bei der Suche nach Bauland für neue Häuser. „Sowohl Regierungsstellen als auch Nichtregierungsorganisationen müssen Sorge dafür tragen, dass der Wiederaufbau nicht durch schlechte Koordination, Bürokratie und politische Entscheidungen gefährdet wird“, sagt Terence McCaughan von Plan International, der den Wiederaubau in Südasien koordiniert. Trotz mancher Hürden hat Plan bereits sehr viel erreicht. Beispiele für Plans Hilfe in Sri Lanka, Indonesien und Indien:

Drei Dörfer in Sri Lanka
In Hambantota, Sri Lanka, ist demnächst Baubeginn für die ersten von 400 Häusern in drei Dörfern. Weitere 200 Häuser entstehen im Umkreis. Die zukünftigen Bewohner haben ihre Anregungen und Wünsche bei der Planung der Häuser eingebracht. So wird es jetzt zum Beispiel auf Wunsch vieler Mädchen getrennte Schlafzimmer für Mädchen und Jungen ge-ben. Die Häuser haben im Durchschnitt eine Größe von 55 Quadratmetern. Die Nachfrage nach Bauleuten ist derzeit groß. Plan hat deshalb 1.000 Werkzeugkisten an Zimmermänner und Maurer verteilt, die durch den Tsunami ihr Werkzeug verloren haben. Frauen erhalten Kleinstkredite, damit sie sich ein kleines Gewerbe aufbauen und so zum Familieneinkommen beitragen können.

Plan hat 24.800 Lernsets und Schuluniformen verteilt. Seit Mitte Januar gehen die meisten Kinder in Sri Lanka wieder zur Schule. Doch noch immer sind einige Schulen überbelegt, weil viele Schulen zerstört wurden. Plan baut beziehungsweise repariert daher 14 Schulgebäude. Für die psychologische Betreuung der Kinder hat Plan Schulungen für Schulpsychologen finanziert und 150.000 Bücher zum Thema Traumabewältigung an Lehrer verteilt.

Hilfe für Kinder in Indonesien
In Aceh, Indonesien, hat Plan in 24 Aufnahmelagern provisorische Grundschulen und Kindergärten eingerichtet. Für 2.600 Kinder hat das Kinderhilfswerk Schulzelte und Lernmaterialien bereitgestellt. 160.000 Kinder und Schwangere erhielten Vitamin A, Zink und Zusatznahrung zur Stärkung der Abwehrkräfte und um Mangelernährung vorzubeugen. Plan hat außerdem 109 Gesundheitshelfer geschult und 50 Hebammen mit Ausrüstung ausgestattet. Gleichzeitig unterstützt Plan in Aceh die Trinkwasserversorgung von mehr als 60.000 Menschen.
In 17 Camps bietet Plan Schulunterricht und Freizeitaktivitäten für Kinder an, um ihnen einen geregelten Tagesablauf und damit Sicherheit und Orientierung zu bieten. Die Weltgesund-heitsorganisation (WHO) schätzt, dass ein Drittel der Kinder in Aceh schwere Traumata erlitten haben. Bis zu 20 Prozent der Erwachsenen sind ebenfalls leicht oder mittelschwer traumatisiert. Zusammen mit der „Indonesian Psychological Association“ hat Plan psychosoziale Betreuung für die Kinder in 23 Auffanglagern organisiert und 40 Lehrer und Gesundheitshelfer psychologisch geschult.

Kinderbetreuung in Indien
Der Schwerpunkt von Plans Arbeit in Indien ist der Bau und die Unterhaltung von 67 Kindergärten in den Distrikten Nagapattinam und Cuddalore. Dafür hat Plan auch Erzieherinnen geschult. 3.500 Kinder werden dort betreut. Da viele Menschen ihre Häuser und ihre Arbeit verloren haben, ist es für die Kinder wichtig, im Kindergarten unbeschwert spielen zu kön-nen. Das erleichtert die Rückkehr in einen normalen Alltag. Außerdem hat Plan Lernmaterialien an 1.000 Kinder verteilt. Das Kinderhilfswerk baute 1.120 provisorische Hütten. Plan unterstützte die Trinkwasserversorgung und verteilte Lebensmittel, Medizin und Hygienesets an 3.600 Familien in den Auffanglagern.

In den vergangenen sechs Monaten hat Plan erfolgreiche Wiederaufbauarbeit geleistet. Doch das war erst der Anfang: Um nachhaltige Hilfe leisten zu können, hat Plan das Wie-deraufbauprogramm auf drei Jahre angelegt. Vor allem in den Bereichen Bildung, Einkommenssicherung und Gesundheit ist es wichtig, Strukturen zu schaffen, die den Menschen ermöglichen, sich langfristig wieder eine Existenz aufzubauen.

Quelle  Plan Int. e.V., der 22.06.2005
 
Anbei eine Grafische Auswertung der größten Spender weltweit. Auf Platz 2 liegt nach den USA (2.34 Milliarden Dollar) Deutschland mit einer gesamt Spendensumme von 1.25 Milliarden Dollar. Gefolgt von Großbritanien mit 1.13 Milliarden Dollar

Quelle  Reuters Foundation AlertNet, der 23.06.2005
 
Einen Monat nach dem Tsunami beginnen die Menschen in der Katastrophenregion ihr Leben neu. Um sie herum: Die Spuren einer unfassbaren Katastrophe. Ein Zustandsbericht aus dem Süden Sri Lankas.

Der Kran ächzt. Dann schwingt das wuchtige Fischerboot in der Luft, hängt meterhoch an Stahltauen zwischen goldenem Strand und blauem Himmel. Die Tsunami-Wellen warfen am 26. Dezember die schweren Holzkähne wie Papierschiffchen an Land. Jetzt liegen sie verstreut über den ganzen Strand, versandet zwischen Palmen. Viele sind nur noch Wracks, weil sie von der Welle gegen herumliegende Felsen geschleudert wurden. Einige können vielleicht wieder flott gemacht werden. Überall an den Küsten Sri Lankas beginnen mächtige Kräne mit Aufräumarbeiten.

Aufräumen zwischen Trümmern
An der Straße nach Süden, Richtung Galle, reihen sich links und rechts die Ruinen. Manchmal erinnern nur noch Steinhaufen an die Fischerkaten, die hier noch vor einem Monat standen. Die Ruinenkette ist endlos. Doch es gibt nicht nur Zerstörung zu sehen. Überall entlang der Küsten wird aufgeräumt und manchmal schon wieder aufgebaut.

Der Wille zum Leben
Bentota: Am Straßenrand brennen Feuer. Matratzen, zersplittertes Bauholz und zerbrochene Möbel. Die Menschen suchen sich aus den Schuttbergen, was für den Wiederaufbau brauchbar ist: Dachziegel, Steine, Wellblech. Nachbarn helfen Nachbarn, Freunde helfen Freunden und überall, wo Not am Mann ist, packen die Helfer vom Roten Kreuz an. Der Wille zum Leben ist ungebrochen. „Ich bin durch die Tsunami-Katastrophe zum Roten Kreuz gekommen. Jetzt helfe ich hier mit meinen Freunden beim Aufräumen der Trümmer“, sagt ein junger Rotkreuzhelfer. Ihm läuft der Schweiss in Strömen über das Gesicht. Die Helfer des Roten Kreuzes sieht man überall längs der betroffenen Küste arbeiten. Oft sind es sehr junge Menschen, die Erste Hilfe leisten, mit Salzwasser verunreinigte Brunnen reinigen, Hilfsgüter verteilen oder Trinkwasser transportieren. Viele neue Freiwillige haben nach der Katastrophe zum Roten Kreuz gefunden. Nicht weit entfernt brummt ein betagter Rotkreuzlaster und pumpt Trinkwasser in einen bauchigen schwarzen Plastiktank. Rund zwei Dutzend Dorfbewohner rücken mit Kanistern und Eimern an, um sich mit Wasser für den Tag zu versorgen. Sauberes Trinkwasser ist eine Grundvorraussetzung, damit es nach Katastrophen nicht zum Ausbruch von Krankheiten und Seuchen kommt.
Weiter Richtung Süden. Die Strasse ist hoffnungslos überfüllt. Längs der Straße sieht man die Überreste einer Bahntrasse. Die Flutwelle hat die Schienen verbogen wie Knetmasse. Irgendwo hängt verloren ein Stück Schiene an Palmenstämmen.

Überall Erinnerungen an die Katastrophe
Weiter Richtung Süden. Der Bahnhof von Tellwatte ragt aus den Trümmern der umliegenden Gebäude auf. Ein Teil der Außenwände ist zusammengebrochen. Eine Buddha-Statue thront verloren zwischen den Ruinen. Hinter dem Bahnhof steht ein Zug. Rostige Wagons reihen sich aneinander. Über 1.400 Menschen kamen in ihnen ums Leben, als die Welle die Waggons erfasste und mit sich riss. Kräne haben den Zug wieder auf die Gleise gesetzt. Die Toten sind geborgen. Vor dem Zug liegt eine kleine Puppe, die Beine sind ausgerissen. Die aufgemalten Augen blicken starr aus dem Schutthaufen in den Himmel.

Das Leben muss weitergehen
Fast 40.000 Menschen starben durch den Tsunami allein in Sri Lanka. Eine unfassbare Zahl. Ganze Landstriche sind verwüstet. Unzählige Tonnen an Hilfsgütern haben Rotkreuz/Rothalbmond-Flugzeuge und Schiffe seitdem zu denen gebracht, die die Katastrophe überlebt haben. ,,Die akute Notphase ist vorüber, der Aufbau kann beginnen”, sagt Axel Pawolek vom DRK. Doch das ganze Ausmaß der Katastrophe zu erfassen, das fällt auch nach einem Monat noch schwer.

Quelle  Till Mayer DRK, der 26.01.2005
 
Chronik - Enstehung Frühwarnsysteme Historie Gefährdung interaktives Flashvideo

Quelle  ZDF.de, der 01.01.2005
 
Link Tipp - Wellen so hoch wie... Tony Denmark stellt Euch auf seiner Webseite schreckliche Satellitenbilder "Davor & Danach" zur Ansicht. Was so eine Flut anrichten kann ist wirklich unvorstellbar.

20 Bilder zum Durchblättern - PREV & NEXT
Der Schalter "Before. Click To See After" zeigt Euch den Augenblick an dem alles zu spät war.

Quelle  Tony Demark, der 14.09.2005
 
Tsunami-Hilfe der sächsischen Stadt Großenhain Für ihre Tsunami-Hilfe ist die sächsische Stadt Großenhain mit der "Goldenen Henne 2005" geehrt worden. Ausgezeichnet wurden die Sachsen in der Kategorie "Charity" für die Gründung eines Trauma-Centers in Sri Lanka

- gemeinsam mit dem Armenpriester Terrence Perera. Die Bürger aus der 2002 von der Elbeflut betroffenen Stadt spendeten dafür bisher bereits 73.000 Euro. Den Preis nahm Bürgermeister Burkhard Müller (CDU) entgegen.



22.08.2005 - Bau Großenhainer Tsunami-Hilfe-Spendenprojekt geht voran
Quelle: Grossenhain.de

2. Rate überwiesen – Hilfsprojekt muss landestypischen Problemen trotzen

Dank der Spendeneingänge der letzten Wochen konnte die Stadt Großenhain einen Spendeneingang von weiteren 33.000,00 Euro verzeichnen.

Nachdem im April 2005 bereits 40.000,00 Euro überwiesen wurden, konnte somit eine zweite Rate von 33.000,00 Euro überwiesen werden.

Der Bau des Betreuungs- und Beratungscenters geht voran, die Bedingungen, insbesondere die politischen in Sri Lanka, sind jedoch schwieriger geworden. Die Berichte des gebürtigen Sri Lankaners, Anton Fernando, welcher derzeit den Bau vor Ort mit organisiert, geben Anlass zur Sorge. Baumaterial ist sehr knapp, manchmal nur über Beziehungen zu beschaffen. Hinzu kommt, dass mittlerweile die 4 – 5 fachen Preise gezahlt werden müssen. Aber auch in anderen Bereichen treten Schwierigkeiten auf. Manchmal gibt es keinen Strom oder kein Benzin und die Menschen demonstrieren, um einen Regierungswechsel herbeizuführen.

Der Bischof von Sri Lanka und viele europäische Besucher sind fasziniert von der Breitenwirksamkeit des Großenhainer Projektes. Die Hilfe kommt nicht nur finanziell an, sondern auch die Menschen vor Ort geben materiell einfach alles für die Unterstützung der Tsunamiopfer und Hilfe der Bedürftigen. Denn ob Moslem, Buddhist, Hindu oder Katholik, es ist der Zusammenhalt der Menschen, der sie stark macht. Sie haben viel verloren, aber mit der Kraft des Glaubens und der Unterstützung von außen finden sie wieder einen Neubeginn.


offizielle Pressemitteilung der Stadt:
Goldene Henne für das Tsunami – Hilfsprojekt „S.P.C. Großenhain“ und Dank an alle die dieses Projekt unterstützen
Pater Terrence aus Negombo weilte zu Besuch in Großenhain


Seit März diesen Jahres entsteht in der Ortschaft Negombo im Westen der Insel Sri Lanka in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen katholischen St. Peter’s Kirche unter der Leitung von Pater Terrence ein Betreuungs- und Beratungszentrum für Tsunamiopfer.
Kürzlich war eine deutsche Journalistendelegation in Südostasien um die Hilfsprojekte der unterschiedlichsten deutschen Organisationen zu begutachten.
Beim Großenhainer Projekt konnten Sie sich zum einen von der ordnungsgemäßen Verwendung der Spendengelder überzeugen und zum anderen feststellen, dass dieses Projekt eine enorme Breitenwirksamkeit entwickelt hat. Dieses Projekt gibt den vielen Tausend Tsunami-Betroffenen der Region Negombo wieder Hoffnung. Das zeigt sich in der unentgeltlichen Mitarbeit der Einheimischen beim Bau des Betreuungszentrums.

Durch die große Spendenbereitschaft der Großenhainer Kinder, Schüler, Einwohner, Kirchen und Unternehmen konnte dieses Modellprojekt realisiert werden. Stellvertretend wurde Bürgermeister Burkhard Müller und Pater Terrence der begehrte Medienpreis „Goldene Henne“ Charity-Preis 2005 von MDR und Super Illu übergeben.
Dieser Preis ist durch den Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband mit 25.000 € datiert, die dem Projekt zugute kommen.

Pater Terrence, weilte anlässlich der Verleihung des Preises vom 19.09.2005-14.10.2005 in Großenhain. Zentrales Anliegen war, sich bei möglichst vielen Spendern persönlich zu bedanken. Zunächst besuchte er den katholischen Kindergarten auf der Herrmannstraße. Ein tolles Programm und eine gut gefüllte Spendenbüchse überraschten den Pater. Im Kindergarten Chladeniusstraße beeindruckten die Kinder den Gast aus Sri Lanka mit tollen Spielsachen und Liedern. Jedes Kind trennte sich von einem Spielzeug und möchte, dass damit ein Kind in Sri Lanka glücklich wird.
Sehr interessant war das Diskussionsforum mit Schülern im Werner-von-Siemens-Gymnasium. Hier wurde nicht nur zum Projekt mit Pater Terrence auf englisch diskutiert sondern allgemein zum Thema andere Kulturen und Hilfsbereitschaft für ärmere Länder.
In allen 3 Einrichtungen bedankte sich Pater Terrence sehr herzlich und sang stellvertretend für die Menschen in Sri Lanka das Tsunamilied.

In dem Betreuungs- und Beratungszentrum in Negombo sollen Jugendliche neben einer psychologischen Betreuung eine Berufsausbildung erhalten. Wichtige Erkenntnisse konnte Pater Terrence im BTZ der Handwerkskammer, im Beruflichen Schulzentrum in der Industriestraße und in der Behindertenwerkstatt der Diakonie gewinnen. Er verschaffte sich einen Einblick in die Arbeiten in den verschiedenen Abteilungen und Werkstätten und war erstaunt über die Betriebsausstattung, die Sauberkeit und das breite Spektrum der Ausbildung.
Alle Einrichtung boten ihm zusätzlich ihre Unterstützung an. So konnten die Werkstatt für Behinderte und das BTZ schon erste Einrichtungs- und Betriebsgegenstände zur Verfügung stellen.
Momentan wird durch die Stadtverwaltung Großenhain ein Container organisiert. In diesem sollen im Dezember die verschiedensten Einrichtungsgegenstände, Computer; Maschinen etc. für unser Projekt nach Negombo gebracht werden.
Unternehmer haben sich bereit erklärt, diese materielle Spendenhilfe zu unterstützen.

Kurz vor seinem Abflug gab es am 13.10.2005 gab es eine abschließende Pressekonferenz im Rathaus Großenhain. Tief bewegt von seinen Eindrücken und Erlebnissen in Großenhain bedankte sich Pater Terrence für die große Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit der Menschen in Deutschland. In vielen direkten Kontakten konnte er die Offenheit und Hilfsbereitschaft für globale Probleme spüren und weitere Unterstützung für das Projekt erfahren.
Zum Abschied übergab der Großenhainer Bürgermeister, Burkhard Müller, seinem Gast einen Weinstock für den Innenhof des neuen Betreuungszentrums und einen Scheck mit der 3. Rate in Höhe von 27.000 € für das Tsunami-Hilfsprojekt „S.P.C. Grossenhain“ und eine Fotodokumentation des Besuches. Die Stadt Großenhain hat damit insgesamt 100.000 € nach Negombo überwiesen. Pater Terrence betonte nochmals, das er garantiert, dass jeder Cent in den Bau des Betreuungs- und Beratungszentrum fließt.

Stellvertretend für die Werkstatt für Behinderte übergab Frau Herrlich 13 T-Shirts mit dem Projektlogo. Diese soll Pater Terrence den ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeitern der Projektgruppe in Sri Lanka übergeben. Hayn-TV übergab eine DVD, welche die Spendenaktion, den Besuch und alle öffentlichen Auftritte dokumentiert. Ilona Reichel, Lehrerin am Werner-von-Siemens-Gymnasium Großenhain, synchronisierte den Film ins englische.

Bürgermeister Müller berichtete, dass in den letzten Tagen viele Briefe von Gratulanten in der Stadtverwaltung eingingen. Es gab auch weitere Einzahlungen auf das Spendenkonto. So hat sich die Gemeinde Hartmannsdorf bei Mittweida von der schnellen und unbürokratischen Art und Weise der Umsetzung des Großenhainer Spendenprojektes überzeugt und entschieden, 5.000 € zu überweisen. Sie kündigten eine weitere Unterstützung für das nächste Jahr an.

Pater Terrence gab als Eröffnungstermin für das Betreuungs- und Beratungszentrum „S.P.C. Grossenhain“ den 17.02.2006 an. Er hofft, dass auch Vertreter aus Großenhain zu diesem feierlichen Anlaß nach Sri Lanka kommen werden und sich vor Ort die Umsetzung des Projektes und das entstandene Bauvorhaben anschauen.

Bildunterschrift: Die Goldene Henne kann übrigens jeder im Rathaus anschauen. (unter die vier Organisatoren)

Spendeninfos

Quelle  MDR.de, der 21.09.2005
 
Die GTZ arbeitet seit vielen Jahren im Auftrag des BMZ in den vom Tsunami am stärksten betroffenen Gebieten Sri Lankas. So konnte die GTZ von der ersten Stunde an helfen. Vom BMZ erhielt die GTZ bis September 2005 Aufträge von rund 43 Millionen Euro.

Das Auswärtige Amt gab der GTZ einen Auftrag in Höhe von nahezu einer Million Euro.
Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange. Alle Tsunami-Aktivitäten der GTZ sind auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und werden in die laufenden Vorhaben der deutsch-sri lankischen Entwicklungszusammenarbeit integriert. Oberster Grundsatz des GTZ-Engagements im vom Bürgerkrieg geplagten Sri Lanka ist das sogenannte „Do no harm-Prinzip“, ein konfliktsensibles Vorgehen, das alle Interessenslagen bestmöglich berücksichtigt. "Die GTZ macht hier einen sehr guten Job beim Wiederaufbau." (Sri Lankas Außenminister Lakshman Kadirgamar im Interview mit dem Handelsblatt vom 24. 3. 2005)


  • Von der Nothilfe zum Wiederaufbau
    Trinkwasseraufbereitung, Hilfen für Kleinst- und Kleinunternehmer, Förderung des Fischereigewerbes, Wiederaufbau der Bildungs- und Berufsbildungs-Infrastuktur: Vielfältig ist das Engagement der GTZ, um den Menschen nach der Katastrophe zu helfen.
    de-Sri-Lanka-Wiederaufbau.pdf, 0,08 MB (deutsch)

  • GTZ unterstützt Friedenserziehung und psychosoziale Betreuung
    Seit 2001 engagiert sich die GTZ im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) gemeinsam mit dem srilankanische Bildungsministerium im Grundbildungsprogramm Sri Lanka. Wie erfolgreich es war, zeigte sich unmittelbar nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe.
    de-Sri-Lanka-Friedenserziehung.pdf, 0,02 MB (deutsch)

  • Praxisbeispiel Batticaloa
    Neun Monate nach der Tsunami-Katastrophe ist die Nothilfephase beendet. Im Batticaloa-District, an der Ostküste Sri Lankas ist der Wiederaufbau in vollem Gange. Ein Beispiel
    de-Sri-Lanka-Wiederaufbau-Batticaloa.pdf, 0,02 MB

Quelle  GTZ, der 28.09.2005
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